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Holzsortierung

Bauholz, das nach der Tragfähigkeit bemessen wird (zum Beispiel für Konstruktionen nach DIN 1052), muss vor seiner Verwendung nach der Tragfähigkeit sortiert werden, weil sonst eine Zuordnung zu Klassen verschiedener zulässiger Beanspruchungen nicht möglich ist.

DIN 4074-1 Sortierung von Nadelholz nach der Tragfähigkeit

Beim Nadelschnittholz gibt es zwei Sortierverfahren:

  • die visuelle Sortierung
  • die maschinelle Sortierung

Für jede Art der Sortierung sind bestimmte Merkmale des Holzes zu bewerten. Bei der visuellen Sortierung sind es: Baumkante, Äste, Jahrringbreite, Faserneigung, Risse, Verfärbungen, Druckholz, Insektenfraß, Mistelbefall und Krümmung. Bei Bohlen, Brettern und Latten gibt es zusätzlich das Merkmal Markröhre.

Bei der maschinellen Sortierung werden je nach Sortierverfahren Elastizitätsmodul, Rohdichte, Ästigkeit und Faserabweichung bewertet.

Sortierklassen

Je nach wie die einzelnen Merkmale bewertet wurden, wird das Schnittholz einer bestimmten Sortierklasse zugeordnet. Man unterscheidet die folgenden Sortierklassen:

  • Visuelle Sortierung: S 7, S 10, S 13
  • Maschinelle Sortierung: MS 7, MS 10, MS 13, MS 17

Die Zahlenangaben bezeichnen zugleich die zulässige Biegespannung im Lastfall H nach DIN 1052-1 in MN/m2. Für ein Bauschnittholz der Sortierklasse S 10 ist also ein Biegespannung von 10 MN/m2 zulässig.

Die frühere Bezeichnung Güteklasse ist zwischenzeitlich durch die Bezeichnung Sortierklasse ersetzt. Zwischen den früheren Güteklassen und den jetzigen Sortierklassen gilt folgender Zusammenhang:

  • Güteklasse III - Sortierklasse S 7
  • Güteklasse II - Sortierklasse S 10
  • Güteklasse I - Sortierklasse S 13

 

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