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Erste Geburt unter dem Dach des Elefantenhauses
Wie eine Art Kommentar zum Thema "arterhaltende Gefangenschaft" ist ein Ereignis zu sehen, das Kölner und Elefantenliebhaber aus aller Welt monatelang in Atem gehalten hat: die Geburt eines Elefantenbabys, das endlich am 30. März 2006 zur Welt kam.
Tag und Nacht hatte seit vielen Wochen eine Webcam jede Bewegung der Herde gezeigt, der Besucherstrom nahm kein Ende, alle, alle hatten auf den Nachwuchs gewartet. Von der bei ihrer Ankunft bereits trächtigen Elefantenkuh Khaing Luin Htoo, deren Schwangerschaft wie bei alle Elefantendamen 23 Monate dauerte, wusste man nicht, wann sie gedeckt worden war. Deshalb das Rätselraten.
Begleitet und unterstützt von mehreren Elefanten-Tanten kam die Mutter endlich nieder. 14 Stunden musste Khaing Luin Htoo kämpfen, zeitweise stand es gar nicht gut um sie, weil das Kleine offenbar quer lag. Ärzte und Pfleger konnten nur per Injektionsschuss mit Wehenmitteln und Hormonen helfen. Daraufhin legte sie sich nieder und alles ging plötzlich blitzschnell.
Die Tanten sorgten dafür, dass das Kleine auf die Beine kam, und beschützen es, weil die Mutter viel zu erschöpft war. Noch weiß man nicht, ob es männlich oder weiblich ist, das Kleine, weil man Mutter und Kind in der Herde ihre Ruhe lassen will. In der Herde, gut behütet von einem Dach, das ihrer natürlichen Umgebung nachempfunden ist und unter dem sich die Elefanten wohl fühlen.
