Derix stiftet Holz für einen begehbaren Holzpavillon

Ein Holzpavillon für Golzheim und New York

Derix stiftet das Holz für ein ungewöhnliches Kunst- und Architekturprojekt, das von 15 Master-Studierenden unter Leitung von Prof. Oliver Kruse von der Peter Behrens School of Architecture (PBSA) in Golzheim realisiert wurde.

Seit Anfang November lädt der Pavillon vor der FH D am Standort Nord zum Betrachten, Bestaunen und Verweilen ein.

Hier erfahren Sie mehr über das ungewöhnliche Projekt - der offizielle Bericht der Fachhochschule Düsseldorf - University of Applied Sciences:

Ein Pavillon für Golzheim und New York

(sf) Ein ungewöhnlicher Anblick offenbart sich den Vorbeigehenden an der Ecke Josef-Gockeln/Georg-Glock-Straße: Ein großer Holzpavillon, geometrisch, abstrakt - eine freistehende, begehbare Skulptur. Das ist das Ergebnis zum Ende der Intra-Muros-Woche am 4. November 2009 von 15 Master-Studierenden im Kurs Gestaltungslehre unter der Leitung von Prof. Oliver Kruse an der Peter Behrens School of Architecture (PBSA).
Mit Beginn des Wintersemesters haben sie ausgehend von einer kunsthistorischen Betrachtung der Architekturform des Pavillons diesen Pavillon konstruiert. Ausgehend von Teepavillons und Tempeln asiatischer Skulpturen bis hin zum Expo-Ausstellungsgebäude der Gegenwart hat der Pavillon eine lange Tradition. „Zahllose klassische Beispiele lassen sich als Beispiele gelungener Ensembles anführen. Die Padigliones in den Giardini der venezianischen Bienale oder der zeitgenössische Jinhua Architekturpark in China", erläutert Kruse. Pavillons können als allseitig offene, freistehende Bauten oder Zelte in einer Gartenanlage, als Solitäre oder für einen zentralen Hauptbau konzipiert werden. Einen freistehenden Solitär haben die Studierenden geschaffen.
Erstmals haben sie dazu 1:1 in Theorie und Praxis ein Projekt maßgenau umgesetzt: Dreizehn 2,50 Meter hohe Holzplatten fügten sie zusammen. Die Konstruktion basiert auf einer Steckverbindung. Dreimal 3,60 Meter Raum sind somit entstanden und damit ein skulpturaler Ort, der zum Betrachten und Verweilen einlädt. Die Studierenden haben sich dabei zum Teil selbst um Sponsoren gekümmert. „Wir haben am Ende Material in Höhe von 9000 Euro erhalten", freut sich der betreuende Professor über die weit über die architektonische Leistung hinausgehende unternehmerische Herangehensweise der Studierenden.
„Ich könnte mir vorstellen, im nächsten Jahr mit Studierenden einen neuen Pavillon zu erarbeiten und umzusetzen", sagt Kruse. Sein nächstes Ziel ist es, zusammen mit Studentinnen und Studenten einen Pavillon in New York zu errichten, und zwar im Skulptur- und Architektur-Park in New Yorks ländlicher Umgebung, dem Hudson Valley. „Möglicherweise steht er schon zum Ende des Sommersemesters 2010", erklärt Kruse, der als Vorstandsmitglied der Stiftung „Architecture Omi" in NY bereits erste Gespräche vor Ort geführt hat.
Eine weitere Gruppe hat es sich unter Leitung des Professors zur Aufgabe gemacht, einen der Innenhöfe im Gebäudetrakt an der Georg-Glock-Straße mit außergewöhnlichen Konstruktionsmitteln zu verschönern: „Durch verknüpfte Seile entsteht so eine Netzstruktur, die den Blick öffnet für eine gestalterische Anwendung leichter Raumgewebe in der Architektur", stellt Kruse heraus. Unter dem Motto „Cadavre exquis" hatte Kruse bereits im vergangenen Jahr mit Studierenden den Eingangsbereich der Hochschule in eine Skulptur verwandelt.

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