Gesundheit: Verschärfte Analyse bestätigt Unbedenklichkeit des Klebstoffs GripPro®Plus

Wohngesundheit, Klimaschutz, wirtschaftliches und nachhaltiges Bauen – das sind die Schlagworte, die aktuell die Diskussion um die Wahl des besten Baustoffs bestimmen, sei es bei Architekten, Ingenieuren, Bauherren oder Investoren. Und wer sich aufgrund der vielen stichhaltigen Vorzüge für das natürliche Baumaterial Holz entschieden hat, der legt zumeist auch besonderen Wert darauf, ein von Schadstoffen unbelastetes Gebäude zu errichten, in dem das Raumklima tadellos ist. Bei verklebten Holzprodukten stellt sich dann schon fast automatisch die Frage nach den Inhaltsstoffen der verwendeten Klebstoffsysteme und deren gesundheitlicher Unbedenklichkeit.

Aus diesem Grunde hat sich die Derix-Gruppe bereits 2016 als Pionier der Branche dazu entschlossen, ihre Produktion komplett auf die neueste Generation des Melamin-Klebstoffs GripPro®Plus umzustellen, der keine deklarierungspflichtigen Mengen Formaldehyd enthält und somit extrem niedrige Emissionen verursacht, die sich auf dem Niveau von natürlichem Holz bewegen.

Leimauftrag in der BSH-Produktion                                       Gebäude aus X-LAM und BSH im Rohbau

„Beim Formaldehyd handelt es sich um einen Stoff, der ganz regulär in der Natur vorkommt, z. B. bei Stoffwechselprozessen von Mensch und Tier oder auch in Obst. Hinsichtlich der Unbedenklichkeit oder Gefährlichkeit des Stoffs Formaldehyd ist immer die Menge und der sichere Umgang entscheidend. Mit unserem Klebstoff GripPro®Plus haben wir ein zukunftsträchtiges Klebstoffsystem für die holzverarbeitende Industrie entwickelt. Es erfüllt die Anforderungen hinsichtlich Zuverlässigkeit der Klebefuge, setzt neue Maßstäbe an freiem Formaldehyd im Klebstoff selbst und resultiert in geringsten Emissionen beim Endprodukt“, erklärt Dirk Leder, Vertriebsleiter beim Klebstoffhersteller Akzo Nobel, die richtige Bewertung von Formaldehyd.

Da gesundheitliche und Nachhaltigkeits-Aspekte im Bereich Bauen zu Recht immer stärker in den Fokus genommen werden, möchte auch die Kommune München im Bereich Emissionen lieber ganz auf Nummer sicher gehen. Sie verlangt generell, dass Bauprodukten keinerlei Formaldehyd zugesetzt wird – der in Holzprodukten verwendete Klebstoff muss also formaldehydfrei sein. Dies gilt natürlich erst recht für ein aktuelles Bauprojekt, einem Schulsportzentrum in München/Fürstenried, das mit Leimholzprodukten der Derix-Gruppe gebaut werden soll. Und hier lag das Problem, denn komplett formaldehydfrei ist der GripPro®Plus per Definition nicht, auch wenn er deutlich unter der Deklarationsgrenze für Formaldehyd liegt. Da jedoch sowohl die Derix-Gruppe als auch der Klebstoffhersteller Akzo Nobel von der Unbedenklichkeit des Klebstoffs überzeugt sind, haben sie eine neuerliche Analyse zur gesundheitlichen Bewertung hinsichtlich der Produktemissionen in Auftrag gegeben, die noch strengere Maßstäbe anlegt als die vorhergehenden. Das Ergebnis: Das mittels GripPro®Plus hergestellte Brettschichtholz der Derix-Gruppe liegt deutlich unter allen definierten Grenzwerten – auch weit unter dem Formaldehyd-Grenzwert der WHO - und ist somit nachweislich gesundheitlich unbedenklich.

Markus Derix, geschäftsführender Inhaber der Derix-Gruppe, zeigt sich erfreut über die aktuellen Ergebnisse, ist jedoch keineswegs überrascht: „Wir haben schon immer großen Wert auf wohngesundes, nachhaltiges Bauen gelegt und sind davon überzeugt, dass wir mit unseren Produkten hier genau richtigliegen. Aus diesem Grunde scheuen wir auch keine Analyse unserer Produkte – die Ergebnisse der verschärften Untersuchung haben uns hierin erneut bestätigt.“

Für das avisierte Bauvorhaben in München ging die Sache gut aus: Das Schulsportzentrum wird derzeit mit X-LAM und BSH-Holz der Derix-Gruppe errichtet – nachhaltig und gesundheitlich unbedenklich.

„Wir freuen uns, dass dieses spannende Bauvorhaben jetzt mit uns realisiert werden kann. Neben den positiven gesundheitlichen und ökologischen Aspekten, die der natürliche Baustoff Holz mitbringt, verfügt er einfach auch über hervorragende Materialeigenschaften, die dabei helfen, wirtschaftlich und effizient zu bauen. All das macht Holz zum Baustoff der Zukunft“, ist Jan Bade, Vertriebsleiter bei der Derix-Gruppe, überzeugt.

 

Details zur Analyse

Die Analyse zur gesundheitlichen Bewertung hinsichtlich der Produktemissionen für Brettschichtholz-Prüfkörper der Derix-Gruppe hielt die Anforderungen des AgBB-Schemas*) 2018 ein. Bei einem Beladungsfaktor in der Prüfkammer von 1,4 m²/m³ (Außenfläche der Brettschichtholzträger) und einem Luftwechsel von 0,5/h wurde unter anderem nach 28 Tagen eine Formaldehyd-Konzentration in der Prüfkammer von 30 µg/m³ festgestellt, welche somit deutlich unter dem vom AgBB festgelegten NIK-Wert**) von 100µg/m³ lag.

Der Beladungsfaktor in der Prüfkammer wurde mit 1,4 m²/m³ gemäß dem „Bauleitfaden für Hochbauprojekte der Landeshauptstadt München“ gewählt. Dieser liegt gut viermal höher als der übliche Beladungsfaktor von 0,3 m²/m³ nach DIN EN 14080:2013 (DIN EN 717-1) und stellt somit eine Verschärfung der Prüfbedingungen gegenüber der normativen Vorgabe dar.

Die AgBB-Prüfung wurde durch das eco-INSTITUT in Köln ausgeführt und kann hier eingesehen werden. 

*)   Der AgBB ist der Ausschuss zur gesundheitlichen Bewertung von Bauprodukten.
**) Der NIK-Wert ist ein Rechenwert zur gesundheitlichen Bewertung einzelner Substanzen und beschreibt die niedrigste interessierende Konzentration eines Stoffs.

 

Weitere Informationen zum Thema und zur DERIX-Gruppe erhalten Sie bei Susanne Gruchow unter s.gruchow@derix.de. Gerne vermitteln wir auch Interviews mit unseren Experten zum Thema Holzleimbau.

W. u. J. Derix GmbH & Co.
Dam 63
41372 Niederkrüchten

Poppensieker & Derix GmbH & Co. KG
Industriestraße 24
49492 Westerkappeln

www.derix.de

Die Firmengruppe Derix ist ein Holzbauunternehmen mit dem Schwerpunkt auf konstruktivem Holzleimbau. Als inhabergeführtes Familienunternehmen mit mehr als 200 Mitarbeitern und Betriebsstandorten in Niederkrüchten und Westerkappeln gehört Derix zur Spitzengruppe der Hersteller von verleimten Holzprodukten. Architekten und Ingenieure berät das Unternehmen bei Bauvorhaben und entwickelt und realisiert mit Partnern nationale und internationale Projekte.


Weitere Informationen zum Klebstoff GripPro®Plus und zu Akzo Nobel erhalten Sie bei Dirk Leder unter dirk.leder@akzonobel.com.

Akzo Nobel Hilden GmbH
Düsseldorfer Straße 96-100
40721 Hilden

www.woodadhesives.akzonobel.com