Satteldachträger mit geradem Untergurt

Satteldachträger mit geradem Untergurt stellen aufgrund der dem Kräfteverlauf und der Dachneigung angepassten Trägergeometrie eine äußerst wirtschaftliche Variante dar. Die Oberkante der Träger verläuft entsprechend der zum Ablauf des Wassers erforderlichen Mindestdachneigung von 2-5°. An der Stelle der höchsten Biegebeanspruchung in Feldmitte ergibt sich durch die vorgegebene Neigung die erforderliche Querschnittfläche zur Aufnahme des Biegemomentes.

Sowohl im Industriebau als auch im Sport- und Freizeitbau kommen Satteldachträger zur Verwendung. Bei der Wahl der Dacheindeckung können Kalt- und Warmdächer zur Ausführung kommen.


Satteldachträger mit angehobenem Untergurt

Dieser Trägertyp bietet ähnliche Vorteile wie der vorab beschriebene Satteldachträger, jedoch kann hier die Dachneigung bis 20° angesetzt werden. Somit können auch Dacheindeckungen - wie z.B. Ziegeleindeckungen - zur Ausführung kommen, die eine stärkere Dachneigung zur Entwässerung erfordern. Die bei stärkeren Dachneigungen entstehenden Querzugsbeanspruchungen im mittleren Trägerbereich müssen über zusätzliche Querzugsicherungen, eingeleimte Gewindestangen oder außenliegende Beplankungen abgefangen werden. Der Firstsattel dieser Binder ist meist statisch nicht beansprucht und kann auch durch eine Aufständerung ersetzt werden. Bei Ausbildung eines Lichtbandes im Firstbereich kann diese komplett entfallen.